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Was ist RADAR?

RADAR ist ein disziplinübergreifendes Repositorium, das die Archivierung sowie die Publikation von Forschungsdaten ermöglicht. Der Fokus von RADAR liegt auf Forschungsdaten des sogenannten „Long Tails”, also aus den Fachrichtungen, die mit kleineren Datenmengen umgehen und meist noch keine eigene Infrastruktur für das Forschungsdatenmanagement vorhalten. Der Dienst richtet sich in seiner Startphase an öffentlich geförderte Forschungseinrichtungen in Deutschland. Ein Angebot an andere Einrichtungen, auch im Ausland, ist in Vorbereitung.

Wer betreibt RADAR?

RADAR ist ein Service für die akademische Forschung und wird von namhaften deutschen wissenschaftlichen Einrichtungen getragen. Angeboten und betrieben wird RADAR durch FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur. Die technische Infrastruktur stellen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) über sein Steinbuch Centre for Computing (SCC) und die TU Dresden mit ihrem Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) bereit. Die Technische Informationsbibliothek (TIB) unterstützt FIZ Karlsruhe bei Beratung, Training und Marketing. Außerdem bezieht RADAR über sie (DataCite) die für die Datenpublikation benötigten Digital Object Identifier (DOI).

Wie wird RADAR finanziert?

Das RADAR-Projekt wurde von September 2013 bis August 2016 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Während der Förderung wurde ein nachhaltiges, transparentes Geschäftsmodell entwickelt, das den langfristigen Betrieb RADARs sicherstellt. Es basiert auf nutzungsabhängigen Entgelten, Vertragsgebühren und institutioneller Förderung. Seit März 2017 läuft RADAR im Regelbetrieb und kommt ohne projektbezogene Förderung aus.

Worauf basiert die RADAR Software? Wie ist die Software lizenziert?

RADAR ist ein gehosteter Dienst. Die eingesetzte Software setzt sich aus den Archivlösungen beim Steinbuch Centre of Computing (SCC) und dem Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH), der Repository-Management-Middleware und dem Frontend (Benutzungsoberfläche) zusammen. Middleware und Frontend basieren vollständig auf Open-Source-Software (u.a. Cassandra und ElasticSearch). Die Archivlösungen bei SCC (HPSS) und ZIH (SpectrumProtect) sind teilweise kommerziell und nicht Teil der RADAR-Software. Die RADAR-Software steht unter Apache License 2.0 als Open Source zur Verfügung.

Ist RADAR zertifiziert?

Das RADAR-Team arbeitet aktuell an einer Zertifizierung als “Trustworthy Data Repository” nach den Richtlinien des neuen Core Trust Seals, einer gemeinsamen Initiative von DANS und dem World Data System (WDS) unter dem Schirm der Research Data Alliance (RDA).