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Welche Vorteile bietet die Archivierung oder Publikation von Forschungsdaten bei RADAR?

Da in der Forschung immer mehr Daten anfallen, wird ein passendes Management wissenschaftlicher Daten demnach wichtiger. Diese Ansicht vertreten zunehmend auch Forschungsförderer, die entsprechende Auflagen an die Vergabe von Drittmitteln knüpfen.
Mit dem Ablegen von Forschungsdaten in RADAR wird sichergestellt, dass die Anforderungen von Leistungsträgern und der „guten wissenschaftlichen Praxis“, also die sichere Aufbewahrung und Verfügbarkeit der für Publikationen zugrunde liegenden Daten, erfüllt werden.
Darüber hinaus erhöht die Publikation wissenschaftlicher Daten die Sichtbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Forschung. Dritte können Daten finden und zitieren. Damit können die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit nachgenutzt werden.

Wie unterstützt RADAR Forschende beim Publizieren von Forschungsergebnissen?

RADAR-Dienste können in den Publikationsprozess von Zeitschriftenaufsätzen integriert werden. Verlangt eine Zeitschrift die Veröffentlichung der zugrundeliegenden Forschungsdaten, können Forschende ihre Daten bei RADAR publizieren und die DOI des Datenpakets mit dem Zeitschriftenaufsatz verbinden. Die Daten können vor der Publikation außerdem begutachtet werden, beispielsweise im Rahmen eines Peer-Review-Prozesses. Dafür bietet RADAR Datengebern die Möglichkeit, einen nicht öffentlichen Link zu erzeugen, der an die Gutachter weitergegeben werden kann.

Wie unterstützt RADAR Forschende bei der Erstellung eines Datenmanagementplans (DMP)?

Forschende können in Datenmanagementplänen RADAR-Dienste angeben, um die Speicher- beziehungsweise Archivierungsstrategie zu beschreiben. Archivierte und publizierte Forschungsdaten erhalten einen eindeutigen persistenten Identifikator, der gegenüber Förder- und Drittmittelgebern als Nachweis einer nachhaltigen Datenspeicherung dienen kann. Beim Beantragen von Förder- und Drittmitteln können Antragsteller die Kosten für die Publikation oder Archivierung von Forschungsdaten mit RADAR in den Antrag integrieren und so die Finanzierung für RADAR-Dienste mit einwerben. Die aktuelle Preisliste finden Sie hier. Auf Anfrage erstellen wir gerne einen Kostenvoranschlag für Forschungsvorhaben.

Gibt es einen empfohlenen Zeitraum, über den wissenschaftliche Daten gespeichert werden sollten?

In den Empfehlungen zur "Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis" fordert die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG), dass Primärdaten, die einer Veröffentlichung zu Grunde liegen, für einen Zeitraum von 10 Jahren gespeichert werden sollen. Dieser Zeitraum wird häufig im Datenmanagement-Kontext erwähnt. Trotzdem gibt es keine allgemein und für alle Fachdisziplinen empfohlene Speicherdauer. Abhängig von Forschungsgebiet, Leistungsträgern oder Institutionen können verschiedene Anforderungen in Kraft treten.
Bei der Archivierung von Daten mit RADAR können Datengeber den Zeitraum auswählen, über den die Daten gespeichert werden sollen (5, 10 oder 15 Jahre). Bei Bedarf kann der Zeitraum erweitert werden. Für publizierte Daten garantiert RADAR die Verfügbarkeit der Daten über mindestens 25 Jahre.